Unterlagen zu den Referaten und Ateliers

Referate

Einführung in die Tagungsthematik

Michele Eschelmüller, Tagungsleiter, Institut Weiterbildung und Beratung, PH, FHNW, Aarau

Referat_Eschelmueller.pdf

Fehlerkultur im Unterricht. Zeitdruck, Konzentration und pädagogische Interaktion als Faktoren beim Üben und Lernen aus Fehlern

Prof. Dr. Maria Spychiger, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a. M.

Referat_Spychiger.pdf

Pädagogische Beobachtung als Grundlage der Lernförderung: Perspektiven für den Unterricht

Prof. Dr. Rolf Werning, Universität Hannover

Referat_Werning.pdf

Ateliers

Atelier 01 Talentportfolio in der Unterstufe

Lilianne Burkhalter, Nina Scheidegger, Lehrpersonen

Mit Hilfe eines «Schatzordners» sammeln und dokumentieren Kinder, was sie können. Im Zentrum steht dabei die Stärkung und Wertschätzung der individuellen Lernerfolge. Diese finden sich in unterschiedlichen Kompetenzfeldern. Als Lehrerinnen und Lehrer unterstützen wir die Kinder bei der Suche nach ihren Schätzen und geben ihnen die Möglichkeit zur Reflexion. Lernprozesse werden so deutlicher wahrgenommen und dokumentiert.
Im Atelier geben wir Einblick in unsere Praxis.

Atelier 02 Gymnasiales Lerncoaching – Unterstützung und Förderung eines produktiven Lernverhaltens. Ein Erfahrungsbericht.

Schneider Werner, Konrektor, Jordan Simone, Lehrperson Gymnasium Bäumlihof, BS

Fehlende Motivation und Ablenkungen stehen bei Umfragen unter Jugendlichen an erster Stelle, wenn gefragt wird, was sie am erfolgreichen Lernen hindert. Ein gutes und effizientes Lernverhalten ist aber am Gymnasium eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Bestehen.
Im Atelier wird an Hand von Praxisbeispielen diskutiert, wie es mit Lerncoaching gelingen kann, Schülerinnen und Schüler so zu betreuen und zu beraten, dass Lernen in der Schule besser gelingt. Konkrete Aspekte von Gesprächsformen, Schwierigkeiten und Lösungsansätzen sowie die Ressourcenfrage werden thematisiert.

Atelier 03 Individuelle Lesewege beim Lesen im Klassenverband

Maria Riss, Dozentin, Claudia Hefti, wissenschaftliche Assistentin PH FHNW

Lektüreerfahrungen zu teilen kann bereichernd und lehrreich sein. Die Schülerinnen und Schüler können gemeinsam über Inhalte nachdenken, diskutieren und Meinungen austauschen. Neue Sichtweisen werden so erschlossen, andere Denkweisen nachvollzogen. Im Atelier werden praxisnahe Modelle und Materialien präsentiert, wie Lehrpersonen mit der ganzen Klasse ein Buch lesen und trotzdem die unterschiedlichen Lesekompetenzen, Lesetempi und Leseinteressen berücksichtigen können.

Atelier 04 Fehlerkultur im Sprachunterricht

Theresa Roubaty-Vögtli, Universität Fribourg

Damit aus Fehlern gelernt werden kann, müssen diese erst überhaupt wahrgenommen werden. Eine Problematik, die oft unterschätzt wird und mit Stichworten wie Fachkompetenz und Antizipation von Lernschwierigkeiten in Verbindung zu bringen ist. Wie viel Fehlerkultur ist lernförderlich, wann wird dadurch Lernen allenfalls verhindert? Welche Fehler sollen wann und wie im Muttersprachen-und Fremdsprachenunterricht thematisiert werden? Was bedeutet folglich «produktiver Umgang mit Fehlern» im Sprachunterricht der Sekundarstufe I und II konkret? Welche Auswirkungen hat die Fehlerkultur des Alltagsunterrichts auf die Beurteilungskultur?
Ausgehend von konkreten Beispielen wollen wir im Austausch mit den Atelierteilnehmerinnen und -teilnehmern diesen Fragen nachgehen.

Atelier_04_Fehlerkultur_Sprachunterricht_Atelier31082013.pdf

Atelier 05 Unterschiedliche Beobachtungen – eine Chance für die gemeinsame Förderarbeit

Patrik Widmer, Dozent PH FHNW

Unterrichtsbeobachtungen sind subjektiv und situationsgebunden. Beim Austausch im Klassenteam werden Ähnlichkeiten und Unterschiedlichkeiten herausgearbeitet. Sich widersprechende Einschätzungen können dabei irritieren. Ausgehend von Beispielen einer Studie erhalten die Teilnehmenden Anregungen, wie gerade irritierende und divergierende Beobachtungen für das Problemverständnis sowie die Entwicklung von Fördermassnahmen produktiv genutzt werden können.

Atelier_5_Handout_Unterschiedliche_Beobachtungen.pdf
Atelier_5_Unterschiedliche_Beobachtungen_Widmer_Folien.pdf
Atelier_5_Artikel_Prengel.pdf

Atelier 06 Förderung (meta-)kognitiver Strategien im Mathematikunterricht

Rolf Werning, Prof. Dr., Universität Hannover, Rainer Mangels, Lehrer

Das Planen, Überwachen und Prüfen von Lösungsschritten einer offenen Aufgabe stellt für manche Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I eine ebenso grosse Herausforderung dar wie die Anwendung effektiver Rechenstrategien für manche Schülerinnen und Schüler in der Primarstufe. Im Atelier wird die Abstraktionsfähigkeit als grundlegende Kompetenz für die Aneignung sowohl kognitiver als auch metakognitiver Strategien herausgearbeitet. Möglichkeiten der Förderung werden anhand von Beispielen erarbeitet und diskutiert.

Atelier06_Foerderung_metakognitiver_Strategien_im_MU.pdf

Atelier 07 Umgang mit eigenen und fremden Fehlern im Unterrichtscoaching

Dieter Rüttimann, Prof., Dozent Institut Unterstrass PHZH, Schulleiter Gesamtschule Unterstrass

Seit von Fehlerkultur gesprochen wird, denken Lehrpersonen in erster Linie an die Fehler von Schülerinnen und Schülern und wie diese produktiv bearbeitet werden können. Dies gilt ganz besonders unter der Perspektive der Leistungserwartung, die Lehrpersonen an die Kinder haben.
Daneben gibt es – im Hinblick auf Modelllernen nicht ganz unwichtig – auch den Umgang mit eigenen Fehlern zu entdecken. Wie reagieren Lehrpersonen, wenn sie selber einen Fehler gemacht haben?
Film-und viele Übungsbeispiele bieten Trainingsmöglichkeiten.

Atelier_07_Umgang_mit_Fehlern.pdf

Atelier 08 Selbststeuerung will gelernt sein

Brigitte Häner Emch, Primarlehrerin, Andrea Bösiger, Förderlehrerin

Mit differenzierten Beobachtungen sowie Absprachen zwischen Lehrpersonen und dem Kind beabsichtigen wir in unserem Unterricht, das Vertrauen in das eigene Wissen und die persönliche Leistungsfähigkeit der Kinder zu stärken. Wir zeigen, wie in unserem Unterricht individuelle Lernziele entstehen und während der Bearbeitung der Lernspur im Lernheft festgehalten, reflektiert und überprüft werden. Dabei entsteht ein kontinuierlicher Kreislauf, in dem die Kinder zunehmend mehr Selbststeuerung übernehmen.

Atelier 09 Aktiv und motiviert lernen – Kompetenz erleben!

Reto Cadosch, Lehrer, Erwachsenenbildner FA und Dozent, Claudia Claus, Lehrerin, Erwachsenenbildnerin FA

Im Unterricht soll Lernstoff so vermittelt werden, dass die Lernenden aktiv bei der Sache sind und das Kompetenzerleben des Einzelnen gestärkt wird. Mit der «didaktischen Route» erhalten Sie ein einfaches Instrument, um den Lernprozess besser zu strukturieren und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. Im Zentrum stehen geeignete Arbeits- und Lernmethoden, die Förderung der Selbststeuerung beim Lernen und die 6P-Beurteilung des Lernstandes. Erprobte Beispiele aus der Praxis für die Praxis!

Atelier 10 Pädagogische Diagnostik als Grundlage für das Lerncoaching

Alois Buholzer, Prof., Dr., PHZ Luzern

Ein gutes Lerncoaching orientiert sich am Vorwissen und am Lernverlauf der Schülerinnen und Schüler. Lehrpersonen gewinnen diese Informationen mit verschiedenen Methoden der pädagogischen Diagnostik. Sie erfassen den Lernstand mit dafür geeigneten Aufgaben, beobachten den Lernverlauf und analysieren mit Lehr-Lern-Dialogen mögliche Stolpersteine beim Lernen. Im Atelier werden diese Methoden vorgestellt und vor dem Hintergrund eines effizienten und effektiven Lerncoachings diskutiert.

Atelier 11 Fehlerkultur im Berufsleben

Maria Spychiger, Prof. Dr., Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt a. M.

«Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind» – der Rumpelstilzchen-Effekt steht als Metapher für die Illusion der absoluten Planungssicherheit. Dennoch gilt, dass eine gute Planung hilft, Zeitdruck und Angst zu mindern, Konzentration zu ermöglichen und unnötige Fehler zu vermeiden. Im Atelier geht es um den Umgang mit eigenen Erfahrungen und Fehlern, die Lernpotential in sich haben. Wir loten u. a. das Konzept der Professionalisierung aus und stellen dieses dem psychologischen Konstrukt der (Lehrer-) Persönlichkeit gegenüber, um Möglichkeiten und Grenzen des Mach-und Veränderbaren abzutasten.

Atelier 12 Wie viel «Fehlerkultur» erträgt eine Schule mit selektiven Übergängen?

Franz Baeriswyl, Prof. Dr., Universität Fribourg

Die Pflege von Schul-«Kulturen» ist zum «in»-Begriff geworden. Arbeitet ein Schulteam nicht an seiner Schul-, Streit-, Hausaufgaben- und Fehlerkultur, ist es «out». Werden Kulturen hochstilisiert, um bloss «in» zu sein, oder geht es um Qualität?
Am Beispiel der Fehlerkultur wird der Vielschichtigkeit dieses Begriffs nachgegangen. Anhand von Untersuchungsergebnissen zum Übertritt von der Primar-in die Sekundarstufe I werden Fragen zur «Romantik» der Fehlerkultur und zur Realität eines selektiven Schulsystems abgeleitet.
Fokussiert wird auf die Bedeutung und Wirkung des «teaching to the test» als Vorbereitung auf Übertrittsverfahren.

Atelier_12_Fehlerkultur_Selektion_13_500.pdf

Atelier 13 Lerncoaching mit Jugendlichen: Grundlagen und Praxis

Silvia Pool Maag, Dr., Universität Zürich

Die Öffnung des Unterrichts und die zunehmende Etablierung individualisierter Lernumgebungen führen zu einer Erweiterung der Rolle der Lehrpersonen: Neben die direkte Instruktion tritt das Lerncoaching, das im Gegensatz zum klassischen Aufgabenverständnis des Lehrens von einer fragend-erkundenden Haltung ausgeht und auf eine personalisierte und prozessorientierte Lernsteuerung abzielt. Im Atelier werden Ergebnisse aus einer eigenen Studie vorgestellt und Handlungsempfehlungen diskutiert.

Atelier 14 Dieses Atelier ist ausgefallen.


Atelier 15 Bock auf Lernen – stärkenorientierte Lernaufgaben

Andreas Müller, Institutsleiter Beatenberg, Learning Factory

Aufgaben erstellen, erteilen, bearbeiten, korrigieren – das nimmt viel Raum ein in der schulischen Arbeit. Ein Blick auf Wirkungen (und auf unbeabsichtigte Nebenwirkungen) lohnt sich also. Ebenso lohnt es sich, der Frage nachzugehen, wie sich Lernaufgaben gestalten lassen, die sich in herausfordernder Weise an Ressourcen orientieren, Kooperation und Verarbeitungstiefe evozieren und die Selbstgestaltungskompetenz fördern. Denn solche «intelligenten» Lernaufgaben führen unter anderem auch zu einem «korrekturfreundlichen» Fehlerverständnis.

Atelier_15_Bock_auf_Lernen_staerkenorientierte_Lernaufgaben.pdf

Atelier 16 Welchen Stellenwert haben Fehler an unserer Schule?

Franziska Schweiss, Lerncoach, Rolf Schönenberger, Schulleiter Schule Bürglen TG

Weshalb sind Fehler in Schulen erwünscht?
Schülerinnen und Schüler bauen im Unterricht ein grosses Repertoire zur Vermeidung von Fehlern auf. Jeder Fehler führt grundsätzlich zu einer tieferen Note und damit zu schlechteren Zensuren im Zeugnis. Wie schafft es also eine Schule, mit Schülerinnen und Schülern ein neues Verständnis für Fehler zu entwickeln, damit Fehler auch als Ausgangslage für den eigenen Lernfortschritt verstanden werden? Im Atelier wird die Arbeitsweise der Sekundarschule Bürglen mit ihren Lernlandschaften vorgestellt. Im Fokus stehen der Umgang mit Fehlern und das kontinuierliche Coaching von Schülerinnen und Schülern im Schulalltag. Wir zeigen an praktischen Beispielen, wie diese Kultur von der Leitung bis zu den Schülern gelebt wird.

Atelier_16_Stellenwert_von_Fehlern.pdf

Atelier 17 Lernberatung – klar, aber wann und wie?

Edwin Achermann, Dozent PH FHNW

Wenn Lernberatung ein fester Bestandteil des Unterrichts werden soll, stellen sich Fragen: Wann berate ich? Wen berate ich? Berate ich einzelne Schülerinnen und Schüler oder Gruppen? Welche Beratungsrituale pflege ich? Was machen die andern Schülerinnen und Schüler, während ich berate? Beraten auch Kinder andere Kinder?
Im Atelier wird gezeigt und diskutiert, wie verschiedene Beratungssituationen in die Unterrichtswoche integriert werden können.

Atelier17_Gruppenlernberatung.pdf
Atelier17_Kinder_beraten_Kinder.pdf
Atelier17_Beratungsarrangement.pdf

Literatur-Empfehlungen



Empfohlene_Literatur_Lerncoachingtagung_2013.pdf