Unterlagen zu den Referaten und Ateliers

Referate

Souverän agieren – Wege aus der Verhaltensfalle

Martina Hehn-Oldiges, Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung, Goethe-Universität Frankfurt

Störungen im Unterricht oder auffälliges Verhalten gehören zum Schulalltag. Unter Druck müssen situativ passende Lösungen gefunden werden. Auffälliges Verhalten und Unterrichtsstörungen gehen an Lehrpersonen nicht spurlos vorbei. Sie tangieren die Autorität, das Rollenverständnis und die pädagogische Beziehung. Im Schulalltag kann sich die soziale Dynamik verselbstständigen und sich in eine für alle ungewollte Richtung entwickeln. Das gegenseitige Verständnis kann schwinden und erschwert es, aus eingespielten Dynamiken auszusteigen. Diese und weitere Fragestellungen nimmt Martina Hehn-Oldiges in ihrem Referat auf.

Referat_Hehn-Oldiges.pdf
Artikel_Hehn-Oldiges_Ostermann Ampelsysteme.pdf

Vertiefungsangebote

Vertiefungsangebot 01: Meine innere Autorität wirkt

Monika Peter, Lehrerin und systemische Beraterin

In der Schule begleiten wir die Schülerinnen und Schüler je nach Situation in unterschiedlichen Rollen und Funktionen. Innere und äussere Faktoren bestimmen unser Empfinden im jeweiligen Kontext sowie unsere Bilder von Autorität. In diesem Vertiefungsangebot erfahren Sie, wie Sie Ihr Selbstverständnis Ihrer Autoritätsrolle mental beeinflussen können. Durch das Steuern innerer Prozesse reduzieren Sie die Abhängigkeit von subjektiv wahrgenommenen Belastungen. Weg von «Nein, nicht schon wieder» hin zu «Spannend, diese neue Herausforderung!».

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Vertiefungsangebot 02: Anerkennung in konflikthaften Situationen – ein Widerspruch?

Martina Hehn-Oldiges, Arbeitsstelle für Diversität und Unterrichtsentwicklung, Goethe-Universität Frankfurt

Auf herausfordernde Verhaltensweisen von Schülerinnen und Schülern zu reagieren gehört zum Alltag von Lehrpersonen und kann zu hoher emotionaler Betroffenheit und impulsiven, ungewoll-ten Reaktionen führen. Für solche Situationen werden direkt einsetzbare pädagogische Mass-nahmen zur Prävention und Intervention vorgestellt, die wirksam sind und zugleich die Würde der Beteiligten aufrechterhalten können. Im Vertiefungsangebot setzen wir uns mit der eigenen Be-ziehungsdynamik auseinander und reflektieren dies kritisch.

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Vertiefungsangebot 03: Gemeinsam unterwegs im Schulzimmer

Ursula Bots, Schulleiterin Brittnau Sabine Känel, Erwachsenenbildnerin, Transaktionsanalytikerin CTA, Supervisorin

Im Klassenzimmer sind wir ebenso eine Lern- wie eine Lebensgemeinschaft auf Zeit. Wie gestal-ten wir unser Zusammensein? Wie klären wir Unsicherheiten? Wie gehen wir mit den Emotionen um? Wohin geht unsere Aufmerksamkeit bei herausfordernden Situationen? In diesem Vertie-fungsangebot geht es darum, eigenes Verhalten zu reflektieren (wir haben alle eine Geschichte), Haltungen zu thematisieren und zu hinterfragen, passives Verhalten zu erkennen und anzuspre-chen. Wir wollen innehalten und hinschauen und Handlungsoptionen ausloten, die gerade auch in anspruchsvollen Momenten tragend sein können.

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Vertiefungsangebot 04: Wirksame Gespräche führen – Werkzeuge für den Alltag

Maya Zettler, Fachperson Suchtprävention, Suchtprävention Aargau

Wie sind Unterrichtsstörungen einzuordnen und wie führen wir ein Gespräch, das Veränderung ermöglicht? Welche Fähigkeiten sind nützlich und wie können diese in der Interaktion zwischen Lehrperson und Schülerinnen und Schülern gefördert werden? In diesem Workshop erhalten Sie neben der Gelegenheit Ihre innere Haltung zu reflektieren praktische Inputs für den Schulalltag und die Möglichkeit, Ihre Werkzeuge im lösungsorientierten Handeln zu vertiefen.

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Vertiefungsangebot 05: Ein komisches Bauchgefühl – und jetzt?

Susanne Wasserfallen, Fachperson Suchtprävention, Suchtprävention Aargau

Schüler K. hat sich verändert. Seine Lehrperson hat so ein Gefühl, dass mit K. etwas nicht stimmt. Beobachtete Signale können verschiedene Ursachen haben. Der Grat vom Abwarten zum sofortigen Handeln ist oftmals schmal. Wir beleuchten Möglichkeiten, wie Lehrpersonen mit anspruchsvollen Situationen umgehen können – von der Wahrnehmung, zur Beschreibung bis hin zur Interpretation. Sie erhalten Ideen, wie aus dem komischen Bauchgefühl ein anderer Blick auf das gezeigte Verhalten von Schülerinnen und Schülern entsteht.

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Vertiefungsangebot 06: Beziehungsorientierter Umgang mit auffälligem Verhalten – Banking Ti-me

Detlev Vogel, Dozent und Projektleiter, Institut für Schule und Heterogenität, Pädagogische Hochschule Luzern – Lehrpersonen 1. und 2. Zyklus

Eine Ursache für herausforderndes Verhalten kann sein, dass die Schülerinnen und Schüler in ihren Herkunftsfamilien keine sicheren Bindungen erfahren. «Banking Time» bedeutet, dass ein Kind mit der Lehrperson in festgelegten Sequenzen Zeit verbringt, in denen das Kind die Interak-tion führt. Die Lehrperson begleitet das Tun mit interessierter Aufmerksamkeit ohne zu belehren. Studien belegen, dass dies die Beziehung stärkt und hilft Verhaltensauffälligkeiten zu minimie-ren. Im Workshop werden konkrete Strategien während der Banking Time vorgestellt und disku-tiert.

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Vertiefungsangebot 07: Mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen klarkommen

Dorothée Pudewell, Primarlehrerin, Ausbilderin, Erwachsenenbildnerin

Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität von Schülerinnen und Schülern stellen im Unterricht oft eine grosse Herausforderung dar. Zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit diesen Verhaltensweisen wurde der «FOKUS-Ansatz» entwickelt. Im Vertiefungsangebot werden wirkungsvolle Strategien und unterrichtspraktische Anwendungen vorgestellt und besprochen. Lehrpersonen werden angeregt, durch wertschätzende Strukturierung die betroffenen Kinder, die Klasse und sich selbst im Schulalltag zu entlasten.

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Vertiefungsangebot 08: Jungenpädagogik im Fokus – als Frau geschlechtersensibel mit Jungen arbeiten

Lu Decurtins, Sozialpädagoge und Supervisor, Co-Präsident Jungen- und Mädchenpädagogik Projekte für Schulen

Oft stellen Jungs mit ihrem Auftritt und ihrem Verhalten eine besondere Herausforderung im Un-terrichtsalltag dar. Um Schüler geschlechtergerecht unterrichten zu können, ist es wichtig, deren Rollenverhalten als solches zu verstehen und dahinter jeden Einzelnen mit seinen Bedürfnissen, Stärken und seinem Förderbedarf zu erkennen. Dieser Workshop soll zum Reflektieren der eige-nen Rollenbilder anregen, eine «erweiterte Sichtweise» auf Jungs ermöglichen und anhand von konkreten (Unterrichts-)Beispielen Anregungen vermitteln, um im pädagogischen Alltag ge-schlechtersensibel zu handeln.

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Vertiefungsangebot 09: Immer das Handy in der Hand? Herausforderung Mediennutzung

Judith Mathez, Dozentin für Medienpädagogik, Pädagogische Hochschule FHNW

Social Media, Streaming, Games: Die Mediennutzung der Schülerinnen und Schüler bildet sich auch in ihrem Verhalten im Unterricht ab. Beispiele sind unerwartet gute mündliche Englisch-kenntnisse aus dem Online-Game, aber auch negative Folgen wie Übermüdung oder Cybermob-bing. Im Workshop überprüfen wir unsere Haltung gegenüber digitalen Medien, gehen der Gren-ze zwischen problematischer und unproblematischer Mediennutzung der Schülerinnen und Schü-ler auf den Grund und diskutieren, wie eine medienpädagogische Begleitung im Unterricht gelin-gen kann.

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Vertiefungsangebot 10: Kulturkompetenz: Vorurteile ab-, Brücken aufbauen

Ron Halbright, Co-Geschäftsleiter National Coalition Building Institute Schweiz, Vorstand Jun-gen- und Mädchenpädagogik, Projekte für Schulen

Kulturkompetenz brauchen alle in der Schule. Manchmal geniessen wir die Arbeit mit Migranten-kindern, manchmal sind wir ausgeliefert. Weshalb werden solche Situationen herausfordernd oder blockierend erlebt? Eine unklare Identität und verinnerlichte Vorurteile erschweren die Zu-sammenarbeit. Kulturbedingte Betrachtungsweisen von Stolz und Ehre können Konflikte ver-schärfen. Hilfreich ist auch die Auseinandersetzung mit Diskriminierungserfahrungen. Wir teilen Ideen für einen kulturkompetenten Umgang.

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Vertiefungsangebot 11: «Das geht uns alle an!» Verhalten und Schulkultur

Maria Schmid, Dozentin für Pädagogik, Fachteam SOLE, Pädagogische Hochschule FHNW
Klaus Mayer Fachlehrperson Sekundarschule Watt, Illnau Effretikon – Lehrpersonen Zyklus 3, Schulleitende aller Stufen, Steuergruppenmitglieder aller Stufen


Schule ist Lern- und Lebenswelt zugleich. Sie verlangt bestimmte Verhaltensweisen, die auch wichtig sind für schulischen Erfolg. Umgekehrt wird Verhalten durch die Kultur einer Schule ge-formt. Die Schule Hagen/Watt aus Illnau-Effretikon ZH zeigt stellvertretend für andere Schulen, wie überfachliche Kompetenzen gezielt und systematisch in Schule und Unterricht aufgebaut werden. Im Fokus steht die Gestaltung der Schulkultur, die verstanden wird als Summe von Un-terrichts- und Beziehungsgestaltung, gelebten Werten, Kooperationen und Partizipationsmöglich-keiten.

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