Unterlagen zu den Referaten und Ateliers

Referat

Auf dem Weg zu einer innovativen Beurteilungskultur

Prof. Dr. Sybille Rahm, Lehrstuhl für Schulpädagogik der Ott- Friedrich- Universität Bamberg

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Workshops

Workshop 01 Beurteilung im Dilemma zwischen Fördern, Auslesen und Zertifizieren

Dr. Anton Strittmatter, Bildungswissenschafter und Schulberater

Die Anerkennung von Vielfalt als Unterrichtsmaxime stösst da an Grenzen, wo das Notensammeln für selektionsrelevante Zeugnisse beginnt. Das schafft ein schier unüberwindbares Dilemma. In der Praxis finden sich darauf unterschiedliche Antwortmuster: trotzige Überlistung der Promotionsregelungen, Resignation mit Aufgabe individualisierter Beurteilung oder mehr oder weniger erfolgreiche Versuche der Versöhnung beider Ansprüche. Der Workshop forscht nach professionell würdigen Antworten.

1_Praesentation_Dr_Anton_Strittmatter.pdf
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Workshop 02 Noten als heimliche Informationsträger gemeinsam klären

Prof. Dr. Franz Baeriswyl, Universität Freiburg

Noten sind immer noch das am weitesten verbreitete und das best akzeptierte Kommunikationsmittel für schulische Leistungsbeurteilungen. In diesem Workshop werden Resultate einer Untersuchung präsentiert, die zeigen, dass Noten unerwünschte Informationen enthalten wie solche über den Sozialstatus, das Selbstkonzept des Kindes, aber auch über die Strenge- oder Mildetendenz einer Lehrperson. Weiter interessiert, inwiefern Noten Inklusions- und Differenzierungsbestrebungen stützen oder behindern.

2_Praesentation_Prof_Dr_Franz_Baeriswyl.pdf
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Workshop 03 Leistungstests für die Unterrichtspraxis

Lic. phil. Michael Bösiger, BKS Kanton AG; Felix Graser, Dozent PH FHNW

Standardisierte Schulleistungstests gelten heute als bewährte Instrumente für die Bildungssteuerung. Nach und nach werden standardisierte Leistungstests auch zur Unterrichtsentwicklung eingesetzt. An konkreten Beispielen wird im Workshop aufgezeigt, wie Testergebnisse für die Unterrichtspraxis nutzbar gemacht werden können und welche Herausforderungen für die Lehrpersonen damit verbunden sind.

3_Praesentation_lic_phil_Michael_Boesiger.pdf
3_Handreichung_zum_Umgang_mit_Ergebnissen_von_Leistungstests.pdf
3_Checks_und_Aufgabensammlung_im_Bildungsraum_Nordwestschweiz.pdf
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Workshop 04 Mit dem Können beginnen – förderorientierte Kompetenzraster

Andrea Bösiger, Primarlehrerin; lic. phil. Guido Arnet, Schulleiter

In den gängigen Kompetenzrastern bleiben leistungsschwache Kinder oft auf der ersten Stufe stehen. Diese ist in der Regel eine Defizitstufe und beschreibt, was diese Kinder nicht können. Die im Workshop vorgestellten Kompetenzraster versuchen, im Bereich des Sprachlernens eine minimale «Könnensstufe» an den Anfang des Lernprozesses zu stellen. Die Raster orientieren sich am Leitgedanken: «Das kann ich, da stehe ich – das werde ich können, dort werde ich stehen».

4_Praesentation_Andrea_Boesiger_und_lic_phil_Guido_Arnet.pdf
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Workshop 05 Mathematik förderorientiert und ganzheitlich beurteilen

Martin Rothenbacher, Dozent Fachdidaktik Mathematik PH FHNW

Im Projekt «Mathematik förderorientiert und ganzheitlich beurteilen» werden kriterienbasierte Beobachtungs- und Beurteilungsinstrumente generiert. Diese formativen und kompetenzorientierten Bewertungsanlässe sollen die vorherrschende summative Beurteilung in der Mathematik ergänzen. So können im alltäglichen Mathematikunterricht individuelle Begabungen und Lernschwächen in Lernprozessen frühzeitig erkannt werden. Im Workshop wird das Projekt vorgestellt und diskutiert.

5_Praesentation_Martin_Rothenbacher.pdf
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Workshop 06 Talentportfolio: Begabungen erkennen –individuell fördern – bewerten

Salomé Müller-Oppliger, Dozentin PH FHNW; Prof. Victor Müller-Oppliger, Dozent für Psychologie und Didaktik PH FHNW

Das Talentportfolio als Dokumentation individueller Lernergebnisse und Reflexionen zum eigenen Lernen ist eine zentrale Grundlage pädagogischer Förderdiagnostik. Das Portfolio erfasst Leistungen und Lernstile ebenso wie Lerneinstellungen und macht diese der Lernbegleitung im Dialog von Lernen den Lehrenden zugänglich. Die Fähigkeiten und Begabungspotenziale der Lernenden werden Ausgangspunkt für weiterführende Zielvereinbarungen zu selbstgesteuertem und selbstbewusstem Lernen.

6_Praesentation_Salome_Mueller_Oppliger_und_Prof_Victor_Mueller_Oppliger.pdf
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Workshop 07 Entwicklungsorientierte Bewertung bei Kindern mit schwerer Behinderung

Karen Ling, Dozentin für Integrative Didaktik und Heterogenität PH FHNW

Entwicklungsorientierung ist zentral für die Diagnostik, Bewertung und Didaktik in integrativen Settings – und dies insbesondere dort, wo Kinder mit einer schweren Behinderung integrativ beschult werden. Die Teilnehmenden werden mit unterschiedlichen Perspektiven der Entwicklungsorientierung vertraut gemacht. Diese Perspektiven werden gemeinsam auf zentrale Unterrichtsfächer (Mathematik, Deutsch) übertragen, mit alternativen Beurteilungsformen verbunden und diskutiert.

Workshop 08 «Nachteilsausgleich» – Ausgleichen von Nachteilen?

Elisabeth Scheuner, Zentrum für Körperbehinderte (zeka), Aargau; Prof. Dr. Susanne Schriber, Hochschule für Heilpädagogik (HfH), Zürich

Massnahmen des Nachteilsausgleichs dienen der Kompensation eingrenzbarer Funtkionsdefizite. Im Workshop werden Grundgedanken und Grundkonzepte des Nachteilsausgleichs, mögliche Formen und Anwendungsbereiche sowie ein entsprechendes Prozedere vorgestellt. Die Teilnehmenden erlangen ein differenziertes Verständnis von Nachteilsausgleich in Ergänzung und Abgrenzung von individuellen Lernzielen und Dispensation und können ihr gewonnenes Wissen im integrativen Schulalltag berücksichtigen.

8_Praesentation_Elisabeth_Scheuner_und_Prof_Dr_Susanne_Schriber.pdf
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Workshop 09 Welche Schülerinnen und Schüler erwartet die KMU-Wirtschaft von der Schule?

Christine Davatz, Fürsprecherin, Vizedirektorin und Bildungsverantwortliche des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv

Unser Bildungssystem mit dem berufsorientierten und dem rein schulischen Weg ist durchlässig und bietet gute Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten. Wechsel zwischen den beiden Wegen sind möglich. Die Berufswahlvorbereitung ist deshalb von zentraler Bedeutung. Wie aber wählen die Jugendlichen? Entscheiden Eignung und Neigung – oder die Eltern und Lehrpersonen? Wohin geht der Trend? Hat die Wirtschaft genügend Berufsnachwuchs? Braucht es dafür Tests? Helfen Anforderungsprofile?

Workshop 10 Rechtliche Spielräume und Grenzen der Leistungsbeurteilung

Lic. jur. Marlies Stopper, Dozentin für Schulrecht, PH Zürich

Die Beurteilung der Schülerinnen und Schüler erfordert nicht nur diagnostische Kompetenz. Sie muss auch den rechtlichen Vorgaben genügen. Verschiedene Rechtsordnungen gewähren Ermessenspielräume, die individuelle und förderorientierte Beurteilungen ermöglichen und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in verschiedenster Art erheben lassen. Die Teilnehmenden lernen rechtliche Vorgaben und anhand von verschiedenen Rechtsordnungen Ermessenspielräume für die Beurteilung kennen.

10_Praesentation_lic_iur_Marlies_Stopper.pdf
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