schul-in - integrative Schule
 

Selbstevaluationsvarianten am Beispiel der schulinternen IS-Entwicklung

Hier finden Sie eine Auflistung verschiedener Selbstevaluationsvarianten mit einer Kurzbeschreibung und weiteren Infos.

1. Kollegiale Unterrichtshospitation
Lehrpersonen führen gegenseitige Unterrichtsbesuche durch mit anschliessendem Feedback zum beobachteten Unterricht. Die Unterrichtsbeobachtung wird auf das Thema IS fokussiert, wobei zwei unterschiedliche Vorgehensweisen denkbar sind:
a) entlang von vereinbarten Beobachtungskriterien und/oder
b) entlang einer offenen IS-bezogenen Leitfrage (thematisch fokussierte „Was-fällt-mir-auf-Leitfrage").
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

2. Kollegiale Unterrichtsreflexion und -beratung
Lehrpersonen besprechen ihren Unterricht in kollegialen Reflexions- und Beratungsgruppen. Die Besprechungen gehen von konkreten IS-Umsetzungsanliegen der beteiligten Lehrpersonen aus. Nach einer Analyse des vorgebrachten Anliegens wird der Unterricht der betreffenden Person besucht, um Beobachtungen zur konkreten Ausgangslage und zu den in der Praxis erkennbaren Lösungsressourcen anzustellen. Anschliessend werden Lösungsideen entwickelt und im Unterricht erprobt.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

3. Mündliche Befragung zur IS-Umsetzung in der eigenen Klasse
Die Lehrperson führt in der eigenen Klasse eine Klasseninterview oder eine Ratingkonferenz durch zu den Erfahrungen, welche die Schülerinnen und Schüler mit der IS-Umsetzung an der Schule / im eigenen Unterricht machen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

4. Mündliche Befragung zur IS-Umsetzung in einer Partnerklasse
Die Befragung der Schülerinnen und Schüler zu den IS-Erfahrungen wird von zwei Lehrpersonen gemeinsam vorbereitet. Anschliessend wird die Befragung in der jeweiligen Partnerklasse durchgeführt. (Lehrperson A moderiert das Gespräch in Klasse B, Lehrperson B moderiert in Klasse A.)
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

5. Offene Standortbestimmung (IS-spezifisches Stärke-Schwäche-Profil)
Das Kollegium erarbeitet ein Stärke-Schwäche-Profil der Schule im IS-Bereich. Leitfrage: Welches sind - mit Blick auf den Aufbau einer integrativen Schule - die Stärken und Schwächen unserer Schule?
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

6. SPOT-Analyse des IS-Entwicklungsstandes
Der Stand der bisherigen IS-Umsetzung bzw. der Verlauf des schulinternen IS-Projekts wird gemeinsam im Kollegium analysiert, uns zwar entlang der bewährten S-P-O-T- Struktur:
a) Rückblick auf das bereits Erreichte: Satisfactions / Problems.
b) Ausblick auf die Zukunft: Opportunities / Threats
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

7. Herausforderungen und Problemfelder des IS-Unterrichts
Auf einem Blatt sind wichtige unterrichtsbezogene Handlungsfelder zusammengestellt, die bei der IS-Umsetzung erfahrungsgemäss Schwierigkeiten bereiten können und als besondere Herausforderungen empfunden werden.
a) Einschätzung der Handlungsfelder aufgrund der erlebten Schwierigkeiten.
b) Identifikation der Problemfelder auf der Schul- bzw. Schulhausebene.
c) Gemeinsame Suche nach Lösungs- und Unterstützungsmassnahmen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

8. Selbsteinschätzung entlang der Dimensionen des Bewertungsrasters
Im IS-Bewertungsraster werden einzelne Dimensionen zur Standortbestimmung ausgewählt. Mit Hilfe der Evaluationsfragen wird – zu ausgewählten Dimensionen - eine kritische Beurteilung des Ist-Zustandes entlang der Stufe 3 des Bewertungsrasters vorgenommen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

9. Datenerhebung und Qualitätsbeurteilung durch ein internes Evaluationsteam (18-Stunden-Evaluation)
Ein Team von 3 - 5 Lehrpersonen führt an der eigenen Schule eine Evaluation zum aktuellen Stand der IS-Entwicklung durch. Dabei kommen vorzugsweise folgende Instrumente zum Einsatz: einfache schriftliche Befragungen, mündliche Befragungen und Ratingkonferenzen in ausgewählten Klassen oder in gemischten Schülergruppen sowie im Kollegium. Der zeitliche Rahmen für die Erhebung und Auswertung sowie für die Präsentation und Interpretation der Daten im Kollegium kann bewusst beschränkt und konzentriert werden (z.B. auf ein Zeitgefässes von 2 Tagen = 18 Stunden) – nicht zuletzt um das Evaluationsteam vor überbordenden Selbst- und Fremdansprüchen zu schützen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

10. Quantitative Evaluation mittels eines schulspezifischen Fragebogens
Ein Team von 3 - 4 Personen erarbeitet einen massgeschneiderten Fragebogen, um eine quantitative Qualitätserfassung innerhalb der Schule durchzuführen. Das Befragungsinstrument orientiert sich an den Dimensionen des IS-Bewertungsrasters und nutzt den dazugehörenden Itempool.
Zur Unterstützung bei der Erstellung und Auswertung der Befragung können die beiden Instrumente EvalTool und IQES-Online dienen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

11. Quantitative Evaluation mittels eines schulübergreifenden Fragebogens
Die Schule übernimmt einen vom IWB in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Schulqualität entwickelten Fragebogen zum Entwicklungsstand in IS-Schulen.
Sie führt die Befragung in eigener Regie mit Hilfe eines einfachen Befragungstools (z.B. EvalTool oder IQES-Online) durch, lässt die Befragung mit den genannten Tools automatisch auswerten und erhält - neben den schulspezifischen Werten - die Vergleichswerte von vergleichbaren Schulen. (s. externer Vergleichswert). Die Daten werden dann im Kollegium vorgestellt und gemeinsam analysiert und interpretiert.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

12. Standortbestimmung in den Unterrichtsteams
An Schulen, in denen die Unterrichtsteams die zentralen Träger des IS-Entwicklungsprozesses bilden, kann die Grundlage für die schulweite Standortbestimmung innerhalb der U-Teams erarbeitet werden. Dabei gibt es zwei Fokussierungsmöglichkeiten: a) Analyse der bisherigen UT-Arbeit (Prozessanalyse) und b) Analyse der bisherigen IS-Entwicklung innerhalb der betroffenen Klassen.
Die U-Teams erarbeiten selbständig eine geeignete Datengrundlage (evtl. mit Hilfe von bereits vorliegenden Evaluationsinstrumenten - z.B. EvalTool oder IQES-Online) und verschaffen sich so einen Überblick über den Ist-Zustand sowie über vorhandene Ist-Soll-Differenzen. Die Ergebnisse dieser Analyse werden dann im Gesamtkollegium präsentiert, synoptisch dargestellt und mit Blick auf schulweite Verbesserungsmassnahmen besprochen.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

13. Peer-Review durch eine Partnerschule
Die Schulleitungen zweier Schulen vereinbaren gemeinsam die Durchführung eines Partnerschul-Peer-Reviews. Abgestützt auf ein IS-bezogenes Schulportfolio führt das Evaluationsteam an der jeweiligen Partnerschule Beobachtungen und Befragungen durch und erarbeitet einen kurzen Bericht zu den Stärken und Schwächen der IS-Umsetzung.
Bei der Vorbereitung und Auswertung der Befragungen werden die Peers durch eine Evaluationsfachpersonen beraten.
weitere Infos: Vorgehen, Instrumente, Bewertung

Die Unterlagen zu den Selbstevaluationsvarianten und mögliche Instrumente dazu werden kontinuierlich ergänzt.