schul-in - integrative Schule
 

Einblicke in Schulen anderer Kantone


Integrative Begabungsförderung (Start 2007)
Das Schulhaus Fraumatt in Liestal erhält für sein Schulentwicklungsprojekt "Pädagogik der Vielfalt" den Comenius Preis für Bildungsinnovation 2010. Das Vorzeigeprojekt für integrative → Begabungsförderung geht neue Wege im Umgang mit der → Heterogenität in der Schule und setzt dabei erstaunlich auf bewährte Unterrichtsformen.
Der Projektname steht für die bewusst gewählten Massnahmen: Ausrichtung weg von interkultureller Pädagogik hin zur differenzierten Schulung und Förderung individueller Interessen und Stärken aller Kinder. Das Projekt begegnet einem aktuellen Problem mit bewährten pädagogischen Konzepten.
Von allen Klassen im Schulhaus Fraumatt werden drei Massnahmen verbindlich umgesetzt: Alle Kinder führen ein "Lernportfolio". Dadurch kennen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Lernziele, ebenso wie ihre Stärken und Interessen. Sie fühlen sich für ihr Lernen mitverantwortlich und werden angeleitet, ihren Lernprozess zu reflektieren. Die individuellen Fortschritte werden sichtbar gemacht.
Die so genannten «Klassenhäuser» definieren die verbindlichen Lernziele des Stufenlehrplans in verständlicher, übersichtlicher Art. Damit wird das Kernwissen definiert und die Lernziele der Klasse sind allen Beteiligten, inklusive Eltern, bekannt.
Im "Interessenzimmer" forschen die Kinder selbständig an einem eigenen Lerngegenstand. Sie entwickeln echtes Interesse sowie eine hohe Motivation und grosses Engagement beim selbstgewählten Lernen. Die Schüler bauen Methodenkompetenzen auf und erweitern diese. Vertiefte fachspezifische Lernerfolge werden so ermöglicht und die individuelle Entwicklung gezielt gefördert. Möglichst alle Schülerinnen und Schüler sollen «EVA-Lernende» werden – eigenständig und verantwortlich Arbeitende.
Schulhaus Fraumatt, Primarschule Liestal
Kontakt: Jean-Bernard Etienne, Leiter Schule Fraumatt, Liestal
Film zum Projekt "Pädagogik der Vielfalt" (6:09 min.)

Verschiedene Schulen im Kanton Zürich stellen Entwicklungsprojekte vor.
Projekt Schulen lernen von Schulen

Arbeit mit dem Kompetenzpass (Start Sommer 2009)
Die altersdurchmischte Stadt- und die Landschule kooperieren intensiv. Gemeinsam haben sie einen Kompetenzpass entwickelt, den jede Schülerin und jeder Schüler über alle Stufen bis zur Mittelstufe mit sich führt. Der Pass enthält die schulintern zu erreichenden Standards in den Fächern Mathematik, Deutsch, Mensch und Umwelt sowie in den Bereichen soziales und eigenständiges Verhalten. Mit dem Kompetenzpass ist Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen eine Möglichkeit zur Unterrichtsreflexion gegeben, Lernprozesse können überprüft werden, der Unterricht kann optimal geplant und organisiert werden.
Mehrklassenschulen Hinwil & Gesamtschule Unterstrass
Kontakt: Mark Plüss, Klassenlehrperson, Hinwil; Sekretariat, Gesamtschule Unterstrass
Film zum Projekt Kompetenzpass (5:55 min.)

Altersdurchmischte Lernklassen (Start Sommer 2009)
Schülerinnen und Schüler arbeiten mit Hilfe eine Lernbuchs individuell am Lernstoff.
Mit dem Projekt „AdiL“ wurden zwei Drittel des Unterrichts an der Sekundarschule Neftenbach auf alters- und niveaugemischte Gruppen umgestellt. Alle Lerninhalte für Deutsch, Mathematik, Religion und Kultur, Zeichnen, Geografie und Geschichte wurden für diese neue Unterrichtsform aufbereitet. Die Materialien stehen in einer elektronischen Datenbank zur Verfügung, mit denen die Schülerinnen und Schüler individuell lernen können. Die Lehrpersonen schätzen die neue Atmosphäre des Arbeitens, den Respekt über Alters- und Leistungsgrenzen hinweg und die Möglichkeit, individuell auf die Schüler einzugehen.
Sekundarschule Neftenbach, Schulhaus Ebni
Kontakt: Marcel Rachmühl, Schulleiter Sekundarschule

Selbstgesteuertes Lernen mit Lerncoaches (Start Sommer 2007)
Individuelles Lernen steht im Mittelpunkt der Sekundarschule Uetikon am See.
Dafür wurden eigens die Räumlichkeiten und die Fächerstrukturen angepasst. So entstand ein flexibles Lernsystem, das individuelles Lernen ermöglicht. Die Schüler setzen sich selbst Lernziele, an denen sie arbeiten. Ihre Lernfortschritte dokumentieren sie. In den verschiedenen Unterrichtsräumen hängen Plakate mit Anregungen zu Lern- und Arbeitstechniken. Diese werden klassen- und fachübergreifend geübt und eingesetzt. Eine Vision ist die Einsetzung von Kompetenzraster.
Sekundarschule Uetikon am See
Kontakt: Gerhard Meyer, Leiter Bildung

Projekt Seitenwechsel - ein Begegnungsprojekt (Start 2004)
Das Begegnungsprojekt „Seitenwechsel“ reagiert auf die grosse sprachliche und kulturelle Vielfalt des Schulhauses Wolfsmatt. Schülerinnen und Schüler sowie Eltern begegnen sich bei gemeinsamen Aktionen – zum Beispiel bei einem Zoobesuch, beim gemeinsamen Mittagessen oder beim gemeinsamen Erledigen der Hausaufgaben. So wird das Verständnis für die andere Kultur gestärkt, Schülerinnen und Schüler knüpfen neue Kontakte und Freundschaften.
Primarschule Dietikon, Schulhaus Wolfsmatt
Kontakt: Bernhard von Arx, Schulleiter Schulhaus Wolfsmatt
Film zum Projekt Seitenwechsel (4:20 min.)

Forschertag in der Schule (Start 2003)
Mittwochs ist Forschertag in der Gesamtschule Villa Büel in Winterthur. Die Kinder wählen ein Thema, mit den sie sich selbstständig intensiv beschäftigen. Die Jüngeren lernen von den Älteren, wie man richtig „forscht“. Am Ende stellen die Schüler ihre Ergebnisse in der Gruppe vor. Die Lernatmosphäre ist locker und anregend. Das vielfältige Unterrichtsmaterial ist für alle Alters- und Lernstufen geeignet. Die Schüler können etwas ausprobieren, in der Werkstatt nachbauen oder auch mal draussen „nachforschen“. Wunsch der Schule ist es, das Forschen noch mehr in den übrigen Unterricht zu integrieren.
Gesamtschule Villa Büel in Winterthur
Kontakt: René Egli, Schulleiter Gesamtschule Villa Büel

Diese Seite ermöglicht Einblicke in die Entwicklungen von innovative Schulen über die Grenzen der Kantone Aargau und Solothurn hinaus.